Magic Love by Randi Reisfeld

Magic Love by Randi Reisfeld

Author:Randi Reisfeld [Reisfeld, Randi]
Language: deu
Format: epub, pdf
Publisher: Panini Books
Published: 2000-06-28T14:49:06+00:00


7. Kapitel

Quentin zappelte vor Freude. Auch wenn er hinter dem Steuerrad seines Autos saß, hatte er das Gefühl, er schwebte nach Hause. Auf den Schwingen der Liebe.

„She loves me! Yeah, yeah, yeah! She loves me, yeah, yeah, yeah, yeah!“ Quentin sang immer noch aus vollem Hals, als er durch die Haustür trat. Er sang so laut und so falsch, dass er seine Mutter aufweckte, die auf dem Sofa eingeschlafen war, und seinen Vater, der aus dem Schlafzimmer stürmte.

Martin Pid war nicht im Geringsten amüsiert. „Hab die Beatles nie gemocht“, polterte er, wütend über die ausgelassene Stimmung seines Sohnes. „Hör mit dem All you need is love-Gedusel auf und nenn uns kalte, harte Fakten.“

Quentin ärgerte sich oft über seinen Vater, aber heute Abend nicht. Niemand konnte ihm die Laune verderben, denn sein Plan war aufgegangen und Sabrina gehörte ihm. Sie hatte ihn geküsst! Ein siegreiches Kribbeln durchlief seine Adern, als er seinen Eltern die Ereignisse der letzten Stunden berichtete.

Er hielt sich nicht damit auf, Sabrinas seltsamem Frosch-Kommentar zu erwähnen.

Wie erwartet strahlte seine Mutter vor Stolz. Sie drückte Quentin an sich. „Ich wusste, dass du es schaffst, mein Sohn. Wann wirst du sie mir bringen?“

„Je eher, desto besser“, blaffte sein Vater. „Dann können wir endlich diesen grässlichen, langweilen Ort verlassen mit all diesen... schrecklich netten Leuten.“

Quentin wusste, dass sein Vater nicht gerade begeistert von Westbridge, Massachusetts war. Schon Kleinigkeiten trieben ihn zur Weißglut – Autofahrer, die ihm die Verkehrsregeln erklärten, höflich wartende Leute an der Kassenschlange, sogar wenn jemand im Supermarkt elf Dinge statt zehn an der Express-Kasse bezahlen wollte, rastete er aus. Wo sein Vater herkam, da waren solche Vorfälle gute Gründe für eine Schlägerei, die es in sich hatte! Und wenn es irgendetwas gab, das Martin Pid mochte, war es ein ordentlicher Faustkampf. Leider waren die Leute in Westbridge viel zu ausgeglichen für seinen Geschmack. Er hatte seinen Dampf im Kino an seiner eigenen Familie ablassen müssen – Quentin und seine Mutter mussten allerlei aushalten. Doch immerhin hatte ihr dummes Benehmen Sabrinas Aufmerksamkeit erregt. Und das war schließlich der Grund dafür, dass sie hier waren.

„Tag und Uhrzeit, Quentin!“, befahl sein Vater ungeduldig. „Sag jetzt endlich, wann du sie herbringst!“

Quentin hatte sich das noch nicht überlegt. Doch das Glück war heute Abend auf seiner Seite, denn die Antwort fiel ihm nur einige Minuten später in den Schoß. Das Telefon klingelte und Quentin lief in die Küche, um abzunehmen. Als er eine Minute später zurückkam, glühte er förmlich. „Ist morgen Abend zu früh? Sabrina hat gerade angerufen – und uns alle für morgen zu sich zum Abendessen eingeladen. Was sagt ihr dazu?“

„Nein!“, brüllte Martin und schlug mit der Faust auf den Tisch. „Sie kommt zu uns! So läuft das.“

Veronica berührte sanft den Arm ihres Mannes. „Eine Menge Dinge haben sich geändert, seit wir zuletzt hier waren, Martin. Lass es uns so machen, wie sie es wollen. Zumindest können wir so einen Blick auf unsere zukünftige... Schwiegertochter werfen.“



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